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Richtig atmen gegen Stress: Die besten Atemübungen zur Entspannung

3 Min5 Quellen
Veröffentlicht am 10. Juni 2026

Warum bewusste Atmung wirkt, welche Techniken es gibt und was sie bringen. Eine Übersicht mit wissenschaftlichen Quellen.

Atemübungen: gängige Atemmuster im Vergleich Kohärentes Atmen ~6 Atemzüge/min Ein 5 s Aus 5 s Längeres Ausatmen Ein 4 – Aus 6 Ein 4 s Aus 6 s Box-Atmung 4-4-4-4 Ein 4 s Halten 4 s Aus 4 s Halten 4 s Physiolog. Seufzer Doppel-Ein + langes Aus Ein 3 s 1s Aus 7 s Einatmen Halten Ausatmen Eigene, schematische Darstellung (1 Sekunde ≈ 40 Pixel). Richtwerte – Tempo und Dauer individuell anpassen, ruhig durch die Nase atmen.

Eigene, schematische Darstellung gängiger Atemmuster. Zeiten als Orientierung, nicht als feste Vorgabe.

1. Warum Atemübungen wirken

Atmen läuft normalerweise automatisch ab – lässt sich aber bewusst steuern. Genau das macht den Atem zu einem einfachen Hebel für das vegetative (autonome) Nervensystem. Langsames Atmen (etwa sechs Atemzüge pro Minute) stärkt den Einfluss des beruhigenden Parasympathikus (Vagus): Herzschlag und Blutdruck sinken tendenziell, die Herzratenvariabilität steigt, und der Körper schaltet eher in den Erholungsmodus. Bei diesem Tempo geraten Herzschlag und Atmung in eine Art Resonanz, was den Effekt verstärkt. So lassen sich Anspannung herunter- und Wachheit bei Bedarf auch herauffahren (vgl. Nervensystem & Stress, Herzratenvariabilität (HRV) und Cortisol).

2. Box-Atmung, kohärentes Atmen & Co.: 4 Atemtechniken im Vergleich

3. Was sie bringen

Die Wirkung ist gut untersucht: Langsame und Zwerchfellatmung können Stress und Anspannung verringern, den Blutdruck senken, die Herzratenvariabilität und das Wohlbefinden verbessern. Für das ausatmenbetonte „Seufzer"-Muster zeigte sich eine besonders rasche Stimmungsverbesserung. Die Effekte sind dabei meist klein bis moderat – dafür ist die Methode kostenlos, überall verfügbar und nebenwirkungsarm. Wie bei körperlichem Training zählt die Regelmäßigkeit: schon wenige Minuten täglich können einen Unterschied machen.

4. Praktische Umsetzung

Sicherheitshinweis: Techniken mit längerem Luftanhalten oder starkem Hyperventilieren sind nicht harmlos – sie gehören nie ins oder ans Wasser und sind bei bestimmten Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen) sowie in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache geeignet.

Weiterlesen: Nervensystem & Stress, Herzratenvariabilität (HRV) und Cortisol.

Wissenschaftliche Quellen

Die Inhalte dieses Beitrags wurden auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur und Veröffentlichungen erstellt und in zusammengefasster Form zur allgemeinen Wissensvermittlung aufbereitet.

Zur Vertiefung des Themas sowie zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand werden die nachfolgenden wissenschaftlichen Quellen empfohlen. Die Inhalte dieses Beitrags stellen eine eigenständige Darstellung und Zusammenfassung der darin behandelten Erkenntnisse dar.

Gehört zum Kernbereich: Nervensystem & Stress

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Mag. Christian Schober
Mag. Christian Schober
Sportwissenschaft & Redaktion

Keine Gesundheitsberatung: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche, oder sportärztliche Beratung. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Fragen ist eine ärztliche Abklärung ratsam.