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Supplements · 28. September 2026

Magnesium-Bisglycinat: Was steckt dahinter?

2 Min
Das Wichtigste in 30 Sekunden

Bisglycinat (auch Bis- oder Diglycinat) gilt als besonders gut verträglich – und ist deshalb bei empfindlichem Magen beliebt. Was steckt hinter dem Namen?

Was Bisglycinat ist

Bisglycinat ist ein sogenanntes Chelat: Das Magnesium-Ion ist an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden (daher "+Q+"Bis"+Qc+" bzw. "+Q+"Di"+Qc+"). Diese Struktur schützt das Magnesium davor, im Magen mit anderen Stoffen zu reagieren oder vorzeitig zu zerfallen. Ein Teil wird dadurch im Dünndarm intakt aufgenommen – über einen Weg, der sonst für kleine Eiweißbausteine genutzt wird. Glycin selbst ist eine körpereigene Aminosäure, was zur guten Verträglichkeit beiträgt.

Der Unterschied zu Oxid und Citrat

Oxid (anorganisch) enthält viel Magnesium pro Tablette, davon kommt aber vergleichsweise wenig im Körper an, und in höheren Dosen wirkt es leicht abführend. Citrat (organisch) wird gut aufgenommen, kann bei höheren Mengen aber ebenfalls den Darm anregen. Bisglycinat punktet vor allem bei der Verträglichkeit: Es ist weitgehend unabhängig von der Magensäure und gilt als magenschonend. Ein Nachteil: Wegen des Glycin-Anteils steckt weniger Magnesium pro Gramm drin – für die gleiche Elementarmenge braucht es also etwas mehr Substanz.

Für wen es sinnvoll ist

Bisglycinat lohnt sich vor allem, wenn dein Magen empfindlich reagiert, andere Formen bei dir abführend wirken oder deine Magensäure reduziert ist. Ehrlich eingeordnet: Für gesunde Menschen ohne Mangel ist der Unterschied zwischen den gut aufgenommenen Formen im Alltag meist gering – wichtiger sind die Gesamtzufuhr, die Verträglichkeit und die Regelmäßigkeit. Bei nachgewiesenem Mangel oder Beschwerden klärt eine ärztliche Einschätzung, was für dich passt.

Studie: Eine systematische Übersicht zur Bioverfügbarkeit von Magnesium-Präparaten kommt zu dem Schluss, dass organische bzw. chelatierte Formen – darunter Bisglycinat – tendenziell besser bioverfügbar sind als anorganisches Magnesiumoxid, wobei die Aufnahme dosisabhängig ist.
Pardo M. R., Vilar E. G. et al. (2021): Bioavailability of magnesium food supplements – A systematic review. Nutrition 89:111294 – ScienceDirect
Den großen Überblick über alle Formen findest du im Beitrag Magnesium: Welche Form ist die richtige? – Grundlagen zur Ergänzung unter Ernährung & Hydration.
Mehr fundierte Beiträge findest du in der Wissensbibliothek – ausführliche Themen wandern nach und nach als eigene Wissensartikel dorthin.

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Keine Gesundheitsberatung: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung.